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Advisory Board Story

Thomas Vellacott

CEO, WWF Schweiz

Thomas Vellacott ist seit 2012 CEO des WWF Schweiz. Er studierte in Durham (GB) und Kairo Arabisch und Islamwissenschaften, in Cambridge (GB) internationale Beziehungen und am IMD in Lausanne Betriebswirtschaft. Zwischen 1994 und 1998 war er in London, Genf und Zürich im Private Banking der Citibank tätig und von 1998 bis 2001 Berater und Projektleiter bei McKinsey & Co. in Zürich. Seit 2001 ist er beim WWF Schweiz, zuerst als Leiter Corporate Relations, ab 2003 als Leiter Programm und Mitglied der Geschäftsleitung, verantwortlich für Konzeption und Umsetzung der nationalen und internationalen Umweltschutzarbeit des WWF Schweiz, bis er 2007 stellvertretender Geschäftsführer wurde. Der WWF setzt sich in über 100 Ländern für die Biodiversität und eine nachhaltige Ressourcennutzung ein. Ziel des WWF ist, die weltweite Zerstörung der Umwelt zu stoppen und eine Zukunft zu gestalten, in der Mensch und Natur in Harmonie miteinander leben.

keynote | Deutsch

Review
2021

KEY-TAKE-AWAYS

Die Umweltereignisse wie Überschwemmungen und Brände im Sommer 2021 waren ein Wake-up-Call. Dabei hat aber das Erstaunen der Bevölkerung erstaunt. Denn wir wissen bereits seit langem, dass das sich verändernde Klima zunehmend extreme Ereignisse mit sich bringt.

Wachstum ist nicht per se negativ. Es kommt aber immer auf dessen Beschaffenheit an. Wir brauchen qualitatives, intelligentes Wachstum, das die planetaren Grenzen akzeptiert. Wir müssen die Lebensqualität der Menschen verbessern und nicht das BIP steigern.

Die Diskussion um Verzicht ist zu negativ geframed. Beispielsweise kann eine Zugreise eine bewusste Entscheidung und schöne Erfahrung sein, statt einfach ein Verzicht auf den Flug. In Bezug auf Framing sollten wir daher kreativer werden.

Auf dem Weg in eine umweltfreundlichere Welt kommt es auf die kleinen Schritte, die Summe all unserer Handlungen an. Die Frage, was ein Mensch alleine oder ein kleines Land wie die Schweiz schon machen kann, ist absurd. Denn so kann jede Art von Verantwortung von sich gewiesen werden.

WWF unterhält viele Partnerschaften mit Unternehmen zusammen. Dabei fordert die Stiftung nicht nur, sondern erarbeitet gemeinsam mit ihnen Lösungen. Im Rahmen dieser Verbindungen ist es dem WWF wichtig, immer unabhängig zu bleiben und die Partner auch kritisieren zu können.

Wenn Unternehmen künftig überleben und erfolgreich bleiben wollen, sollten sie in die Kreislaufwirtschaft investieren. Um etwas für die Umwelt zu machen reicht es nicht, etwa nur Klimazertifikate zu kaufen. Das kann eine Möglichkeit sein, aber zuerst müssen Firmen ihre Hausaufgaben machen und Emissionen reduzieren. Diesbezüglich müssen sie sehr ehrlich mit sich selbst sein.