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Green Business Award Speaker 2021 Informationen
Advisory Board Story

Cllr. Anna Richardson

City Convener, Nachhaltigkeit und Kohlenstoffreduzierung, Glasgow City Council

Anna schloss 2001 einen MA (Hons) in Geographie an der University of Glasgow und 2005 einen MSc in Human Resource Management an der University of Strathclyde ab. Sie arbeitete in verschiedenen Verwaltungsbereichen des öffentlichen Sektors, bevor sie 9 Jahre zu Hause verbrachte, um ihre drei Kinder aufzuziehen. Während dieser Zeit erwarb sie einen Higher National Diploma in Geburtsvorbereitung und arbeitete in Teilzeit für die nationale Wohltätigkeitsorganisation für Eltern National Childbirth Trust. Anna wurde 2015 und erneut 2017 als Stadträtin für den Bezirk Langside in Glasgow gewählt. Derzeit ist sie Beauftragte für Nachhaltigkeit und Kohlenstoffreduzierung, mit besonderem Interesse an Verkehr, Gleichberechtigung und der Einbeziehung von Nachhaltigkeit in alle Ratsfunktionen.

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Review
2021

KEY-TAKE-AWAYS

Der Stadtrat von Glasgow hat eine Kreislaufwirtschafts-Roadmap entwickelt, entlang der die schottische Hafenstadt bis 2045 zirkulär sein will. Das ehrgeizige Ziel basiert auf klaren Aufgaben, denen diverse Grundsätze zugrunde liegen sowie einer Reihe an Massnahmen, die der Stadtrat und andere in der Stadt anzugehen haben.

Die Kreislaufwirtschafts-Roadmap kann als Schwester-Dokument des Glasgower Klimaplans angesehen werden, der bis 2030 Netto-Null anstrebt. Auch mit den Abfall-Management-Strategien der Stadt überlappt sie sich. So ist eine zirkuläre Wirtschaft ein übergeordneter und grosser Teil der Lösung derjenigen Probleme, der Glasgow wie jede andere Stadt entgegensteht.

Der Stadtrat ist sich seinen Limitationen klar bewusst. Er weiss, dass die Roadmap nur erfolgreich sein kann, wenn er mit verschiedenen Organisationen, Unternehmen sowie Bildungeinrichtungen zusammenarbeitet. Beispielsweise arbeitet er mit C40 Cities, der Ellen McArthur Foundation und dem Doughnut Economics Action Lab (DEAL) zusammen. Zudem hat er sich mit diversen Unternehmen in der Stadt zusammengetan, die somit ein wichtiger Teil der Lösung sein können.

In Glasgow sind bereits einige Projekte im Gange oder angedacht. Solche, die übergeordnete Themen wie die Prinzipien verantwortungsvoller Auftragsvergabe oder die Etablierung nachhaltiger Arbeitsweisen adressieren. Hierbei ist dem Stadtrat klar geworden: Ein grosses Stück dieser Arbeit kann nicht branchenspezifisch, sondern muss über die Grenzen der Industrien hinweg angegangen werden. Zudem existieren einige Projekte, die von lokalen Geschäften und Wohltätigkeitsorganisationen getragen werden. Dazu zählen Reparaturwerkstätte oder eine Werkzeug-Bibliothek, welche direkte Wirkungen in den Nachbarschaften haben.

Alles in allem steht der Glasgower Stadtrat vor einer grossen, selbstauferlegten Herausforderung und hat bezüglich Kreislaufwirtschaft so viele Fragen wie potentielle Lösungen. Er ist aber überzeugt, dass Glasgow mithilfe einer zirkulären Wirtschaft und in partnerschaftlicher Arbeit zu einer faireren und gleichberechtigteren Stadt werden und gleichzeitig die angestrebten Umweltziele erreichen kann.