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Peter Messerli

Professor für Nachhaltige Entwicklung Universität Bern und Direktor Wyss Academy for Nature

Peter Messerli ist Professor für nachhaltige Entwicklung und Direktor der Wyss Academy for Nature an der Universität Bern. Als Geograph und Landsystemforscher liegen seine wissenschaftlichen Interessen in der nachhaltigen Entwicklung von Mensch-Umwelt-Systemen unter Berücksichtigung von zunehmend globalisierten Ansprüchen auf Land. Peter Messerli hat während mehr als 10 Jahren Forschungsprogramme in Afrika und Asien geleitet, und war von 2009 bis 2020 Direktor des Centre for Development and Environment (CDE) der Universität Bern. Als Nachhaltigkeitsforscher hat er langjährige Erfahrung an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik, und Gesellschaft von der lokalen bis zur internationalen Ebene. Er ist Co-Vorsitzender des internationalen Global Land Programmes (GLP) von Future Earth und er leitete die Gruppe unabhängiger Wissenschaftler, welche den ersten Globalen Nachhaltigkeitsbericht der UNO verfasst hat.

keynote | Deutsch

15.45 UHR

Review
2020

Zum guter Letzt: Wyss Academy will konkrete Lösungen bieten

Zum Abschluss des CE2 sprach Moderator Mario Torriani mit dem Berner Regierungsrat Christoph Ammann und Peter Messerli, Professor für Nachhaltige Entwicklung an der Universität Bern, über die neu gegründete Wyss Academy for Nature in Bern und den Verlauf der Konferenz.

Im Mai während des Lockdowns gegründet, arbeite die Wyss Academy heute schon an 13 konkreten Projekten, erklärte Ammann, ehemaliger Lehrer und Rektor des Gymnasiums Interlaken. So entwickle man unter anderem Szenarien für eine CO2-neutrale Tourismusregion Interlaken. Man könne von der Wyss Academy in Zukunft erwarten, dass sie einen Dialog ermögliche zwischen den verschiedenen Sektoren, die oft in ihren Silos gefangen seien, so Messerli, der zum Direktor der neuen Institution ernannt wurde. An der Wyss Academy wolle man harte Fragen stellen und den Finger in die Wunde legen. Aber man werde auch Lösungen für Mensch und Natur, für ganze Systeme aufzeigen.

«Ich habe am heutigen Tag realisiert, dass wir von Rohstoffen leben, die eigentlich viel zu billig sind, weil die sozialen und ökologischen Kosten nicht eingerechnet werden», zog Messerli sein persönliches Fazit des CE2. «Wenn die lineare Wirtschaft einen Preis hätte, wäre die Wettbewerbssituation plötzlich eine ganz andere.»