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Advisory Board Story

Harald Professner

Head Business Development, Rhomberg Holding AG

Bmstr. Dipl.-Ing. Harald Professner, MBA, ist seit 2009 in der Rhomberg Gruppe, anfangs als Geschäftsfeldleiter und seit 2014 in der Holding für den Bereich „Geschäftsentwicklung“ verantwortlich. Nach seiner handwerklichen Ausbildung zum Zimmermann und Tischler absolvierte er die Matura an der Höheren Technischen Lehranstalt für Holztechnik. Neben seiner beruflichen Tätigkeit absolvierte er das Studium zum Diplom-Wirtschaftsingenieur, das MBA-Studium in Unternehmensführung und das Diplom-Bauingenieurstudium. Von 2003 bis 2009 war der geprüfte Baumeister und Zimmermeister in der Geschäftsleitung eines weltweit führenden Spezial-Schalungsunternehmens im Bereich Infrastruktur (Wasser-, Kläranlagen- und Tunnelbau). Zuvor leitete er von 1995 bis 2002 mehrere Geschäftsbereiche in einem europaweit renommierten Ingenieur-Holzleimbaubetrieb, welches sowohl Leimholzprodukte, als auch Gewerbe-, Wohn- und Kommunalbauten realisierte.

keynote | Deutsch

9.40 Uhr

Review
2020

«Wir müssen uns im Bereich des Bauens entschleunigen»

«Die Baubranche ist einer der weltweit trägsten und emissionsreichsten Sektoren», sagte Harald Professner in seinem Keynote-Referat am CE2 über seine eigene Industrie. Das Baugewerbe sei für 40 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich, erklärte der Head Business Development der international tätigen Rhomberg Holding AG mit Sitz in Bregenz. Während in der Automobilindustrie die Bauteile längst rezyklierbar sein müssten, lege kein Bauunternehmen eine Rückbauanleitung für ein Gebäude vor. Argumentiert würde oft mit der langen Lebensdauer von rund 60 Jahren. Aber die Lebenszyklen der Einzelteile seien in der Realität viel kürzer.
Es brauche deshalb ein fundamentales Umdenken in der Baubranche und auch bei den Bauherren und den Gebäudeeigentümern. Über die verwendeten Materialien und auch über den Ressourcenverbrauch bei deren Herstellung müsse man sich vor Baubeginn Gedanken machen, so der studierte Bauingenieur und Wirtschaftsingenieur sowie ausgebildete Zimmermann und Tischler. Auch seien die Bausysteme teilweise grundsätzlich falsch aufgesetzt, was zu Unproduktivität und Ressourcenverschwendung führe. So müsse zum Beispiel der eigentliche Montageprozess vor Ort viel kürzer gestaltet werden. Schliesslich gelte es, das Geschäftsmodell auch von den Gebäudeeigentümern zu überdenken: «Man denkt, dass man die Rendite durch die Bewirtschaftung eines Gebäudes erzielen muss.» Möglicherweise sei aber auch der Rohstoffvorrat wertvoll.